Meisterportrait: Neue SG steigt gleich im ersten Jahr auf

Von Simon Ruß / anpfiff.info

Lange Zeit schien es in der A-Klasse 3 auf einen Dreikampf an der Spitze hinauszulaufen, doch während die Konkurrenz immer mal wieder Punkte liegen ließ, marschierte die SG Priesendorf/Fürnbach/Dankenfeld von Sieg zu Sieg. Anfang Mai war die Meisterschaft dann klar – und anpfiff.info blickt mit Spielertrainer Alexander Barth und dem neuen spielenden Co-Trainer Moritz Hoppert zurück auf die Meistersaison.

In die startete die neu gegründete Spielgemeinschaft zunächst mit dem Ziel zusammenzuwachsen, wollte sich allerdings sportlich ebenso nicht verstecken: „Wir wussten, dass in der Saison drei oder vier Mannschaften um die Meisterschaft mitspielen würden – wir wollten eine davon sein“, lautete das Ziel der SG, „das war durchaus ambitioniert – letztendlich haben wir unser Ziel aber erreicht.“

Meisterliche Statistiken


Und wie: Denn die Barth-Elf stellte nicht nur die beste Defensive der Liga (17 Gegentore in 24 Spielen), sondern gewann zudem sämtliche zwölf Heimspiele. „Diese Statistiken lesen sich natürlich extrem schön – auch, weil solche Zahlen nicht alltäglich sind“, lässt das Trainerduo die Daten der vergangenen Saison Revue passieren. Und doch gibt es eine Statistik, die die Dominanz der SG noch eindrucksvoller belegt: Schließlich sammelte der Meister ab Spieltag vier stolze 20 (!) Siege in Folge. Erst am letzten Spieltag muss man sich beim Vize-Meister aus Erlach mit einem 0:0 zufrieden geben – die Meisterschaft war zu jenem Zeitpunkt jedoch bereits eingetütet. Folgerichtig heben auch die beiden Trainer die Siegesserie unter allen Statistiken hervor: „In Summe waren es ja sogar zwei Siege mehr, da die Spiele gegen Wachenroth noch aus der Wertung genommen worden sind. Aber die gültigen 60 Punkte am Stück waren natürlich ebenso wichtig im Titelkampf.“

Das Glück des Tüchtigen

Ganz so einfach wie sich die Saison im Nachgang liest, war der Triumphzug der Spielgemeinschaft dann allerdings doch nicht: Insgesamt acht Partien gewann der Meister mit nur einem Tor Vorsprung. „Ausgezeichnet hat uns bei diesen Spielen vor allem der Zusammenhalt sowie Kampfgeist und dass man sich nie aufgegeben hat“, bilanzieren Barth und Hoppert, wissen jedoch zugleich, „das nötige Quäntchen Glück darf bei solch knappen Spielen natürlich auch nicht fehlen, so ehrlich muss man sein.“ Insbesondere beim 1:0-Erfolg zum Rückrundenauftakt gegen den SV Reundorf strapazierte die SG das eigene Glück bis aufs Äußerste – blieb, und das ist am Ende ebenso ein Zeichen von Qualität, nach 90 Minuten aber eben siegreich. „Der Sieg war enorm wichtig“, kommentieren die Trainer den Dreier, der das Polster auf Platz zwei auf sechs Zähler anwachsen ließ, sehen das absolute Highlight jedoch in einem Heimspiel wenige Wochen später: „Der Sieg im Derby gegen Lisberg war schon sehr spannend und nervenaufreibend. Hier hat unser Torwart kurz vor Schluss beim Stand von 3:3 einen Elfmeter gehalten und quasi im direkten Gegenzug konnten wir den 4:3 Siegtreffer erzielen.“ Spätestens nach jenem Kraftakt zum Derbysieg war klar: Diese Mannschaft lässt sich die Meisterschaft nicht mehr nehmen – und die Planungen der Titelfeier konnte in den Fokus rücken.

Per Partybus zum letzten Saisonspiel

Endgültig feiern konnte die Truppe dann nach dem Reundorfer Niederlage in Ampferbach Anfang Mai – noch größer fiel jedoch die Party rund um das letzte Saisonspiel in Erlach aus: „Wir sind per Bus mit etwa 50 Personen angereist, haben auf der Hinfahrt schon paar alkoholische Getränke zu uns genommen und speziell die Rückfahrt und die anschließende Meisterfeier war schon großartig - und natürlich feuchtfröhlich“, sind die Erinnerungen an die Auswärtsfahrt noch immer präsent, „ein besonderer Dank gebührt hier Stefan Krug, der hauptverantwortlich für die ganze Organisation war. Unglücklicherweise konnte er aber nicht mitfeiern, weil er sich eine Rippenserienfraktur zugezogen hat.“ Und so hatte die nahezu perfekte Saison der Spielgemeinschaft doch noch ihren kleinen Wermutstropfen – der Aufstieg sollte wohl aber auch Unglücksraben Krug über sein Missgeschick hinweg trösten.

anpfiff.info gratuliert herzlich zum Aufstieg und wünscht viel Erfolg in der Kreisklasse.

 

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