Halbzeitbilanz: "Wollen am Ende zu den Top drei gehören"

von Sebastian Pflaum / Quelle: anpfiff.info

Es ist die erste Saison nach dem bitteren Abstieg aus der Kreisklasse für die SG Fürnbach/Dankenfeld. Spielertrainer Steffen Schrenker, der das Traineramt im April letzten Jahres übernommen hat, steht mit seinem Team aktuell mit 18 Punkten im Tabellenmittelfeld auf dem sechsten Tabellenplatz. Doch der Schein trügt ein wenig, denn die SG zählt durchaus mit zu den Favoriten, wenn es um die Aufstiegsränge geht.

Jeder, der über längere Zeit hinweg Fußball spielt, weiß: In diesem Sport gibt es viele Höhen, aber auch bittere Tiefen. Dies können die Spieler der SG Fürnbach/Dankenfeld spätestens seit der letzten Saison bestätigen. Nach einem aufopferungsvollem Kampf zum Saisonende und einem knapp verloren gegangenen Relegationsspiel hieß es nach mehreren Jahrzehnten erstmalig: Abstieg in die A-Klasse! Kein Wunder ist es also, dass sich das Team von Spielertrainer Steffen Schrenker erst einmal in der neuen Liga zurechtfinden musste. Das gelang jedoch von Anfang an so gut, dass schnell klar war: „Wir wollen möglichst schnell wieder hoch!“

SG mit nur einer Niederlage
Mit zwei Siegen gegen die SpVgg Roßstadt und den VfR Kirchlauter ist die SG Fürnbach/Dankenfeld in die Saison 2017/2018 gestartet - ein gelungener Auftakt. Steffen Schrenker erinnert sich gerne an die ersten Wochen zurück: „Gerade die Partie in Kirchlauter hat mir gut gefallen. Da haben wir keine wirkliche Torchance zugelassen“, freut sich der 31-Jährige, der das Traineramt seit knapp einem Jahr innehat. Die erste und bislang einzige Nullnummer musste der letztjährige Kreisklasseabsteiger auswärts beim SC Stettfeld hinnehmen. Damals, am dritten Spieltag, hieß es 1:3 für den Sportclub. Im weiteren Saisonverlauf sollten noch drei weitere Siege und genauso viele Punkteteilungen hinzukommen.
Mit insgesamt zwei bis drei Spielen weniger als die Konkurrenz, ging es für die Fürnbacher dann auch schon in die Winterpause. Platz sechs heißt es zu diesem Zeitpunkt - mit 18 Punkten und 19:13 Toren. „Mit den Ergebnissen können wir größten Teils zufrieden sein“, analysiert Schrenker. „Dennoch fehlt uns noch die nötige Konstanz. Das muss besser werden“, zeigt sich der Coach der Spielgemeinschaft aber auch durchaus kritisch.
Der größte Goalgetter der Fürnbacher war bislang Simon Hellermann, der bei nur sechs Einsätzen stolze acht Treffer erzielen konnte. Die schönsten Tore der Hinrunde erzielte in Stefan Schrenkers Augen jedoch der, der den Torriecher schon in seinem Namen stehen hat: Johannes Stürmer. „Er ist ein wahres Kopfballungeheuer!“, freut sich der Spielertrainer über seinen bislang vierfachen Torschützen. Als besonders wichtigen Faktor der Mannschaft nennt Schrenker zusätzlich noch Ismail Tekin, der mit seiner lustigen Art alle bei Laune halten kann und für den alles „kein Problem“ ist.
Aber auch sonst hat es den Anschein, als sei die Stimmung innerhalb der Mannschaft und des Vereins sehr optimistisch und gut: „Es gibt viele Zähne am Zahnrad, ohne die der Verein nicht so wäre, wie er ist“, betont Schrenker noch einmal deutlich.

Vor allem das Wetter muss noch besser werden
Ein Blick in die nahe Zukunft zeigt: Die Rückrunde hat es für die SG Fürnbach/Dankenfeld noch einmal in sich. Dadurch, dass die Spielgemeinschaft im Jahr 2017 drei Spiele weniger absolviert hat, als der Rest der Liga, steht für Steffen Schrenker und sein Team ein straffer Zeitplan bevor. Los geht es am ersten März-Wochenende mit einem Auswärtsspiel beim TSV Limbach, dem aktuellen Tabellenzwölften. Daraufhin folgen dann die richtig heißen Wochen, in denen drei Spiele gegen direkte Aufstiegskontrahenten anstehen: Zunächst Stettfeld, dann Zell am Ebersberg, dann Untersteinbach.
Trotz dieser großen Herausforderungen zeigt man sich sehr selbstbewusst und locker in Fürnbach. Auf die Frage, was denn im Jahr 2018 noch besser werden müsse, scherzt Schrenker: „Auf alle Fälle das Wetter!“ Bei aller Lockerheit gibt der Teamchef aber auch ein klares Saisonziel aus: Man will es auf jeden Fall unter die besten drei Mannschaften der Liga schaffen - Platz zwei würde immerhin die Relegation zur Kreisklasse bedeuten.
Um die gesteckten Ziele zu erreichen, hat man sich in der Winterpause Verstärkung geholt. Der 29-jährige Mittelfeldspieler Peter Zink verstärkt die SG Fürnbach/Dankenfeld zur Rückrunde. Zink spielte zuletzt ein halbes Jahr bei der SpVgg Trunstadt, wo er 13 Mal zum Einsatz kam. Insgesamt gelangen ihm dort zwei Tore und zwei Torvorlagen. Des Weiteren kehrt der Verletzte Sebastian Stürmer „in voller Stärke“ zurück zum Kader. Ob Spielertrainer Steffen Schrenker auch nach dieser Saison noch Trainer der ersten Mannschaft in Fürnbach sein wird, konnte er abschließend noch nicht genau beantworten. „Das wird von der Rückrunde abhängig gemacht werden“, vermutet der 31-Jährige.


Jetzt mal ehrlich...
Neben zahlreichen sportlichen Fragen hat anpfiff.info Steffen Schrenker auch mit zwei Fragen konfrontiert, bei denen ausdrücklich Antworten mit einem gewissen Augenzwinkern verlangt waren.

Was kann sich der FC Bayern München von Ihrem Team noch abschauen?
Steffen Schrenker: Unsere Trinkfestigkeit!
 
Wenn Schokolade nicht hilft: Was muntert Sie nach einer Niederlage auf?
Steffen Schrenker: Eine Runde Bier!

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